Anubispavian oder Grüner Pavian (Papio anubis)

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Primaten (Primates)
Unterordnung Trockennasenaffen (Haplorhini)
Familie Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie Backentaschenaffen (Cercopithecinae)
Gattung Paviane (Papio)
Art Anubispavian

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Das Verbreitungsgebiet des Anubispavians erstreckt sich in Zentralafrika über die gesamte Sahelzone südlich der Sahara. Es reicht von Mali bis Äthiopien und im Süden bis in die Demokratische Republik Kongo und Tansania. Anubispaviane bewohnen Savannen und Steppen aber auch Landschaften mit lichten Wäldern.

Das Fell erwachsener Tiere ist oliv-grau gefärbt. Die Haut des Gesichts ist dunkelgrau bis schwarz. Hinsichtlich des Aussehens gibt es einen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern (Geschlechtsdimorphismus). Männchen werden mit rund 25 kg etwa 10 kg schwerer als die Weibchen und erreichen eine Körperlänge von ca. 75 cm, hinzu kommt der Schwanz mit etwa 55 cm. Weibchen sind ca. 60 cm lang mit einem 48 bis 50 cm langen Schwanz. Weiterhin haben die Männchen deutlich längere Eckzähne als die Weibchen und besitzen eine ausgeprägte Nacken- und Schultermähne.

Ihren Namen verdanken die Tiere dem ägyptischen Gott Anubis. Dieser wurde häufig mit Hundekopf dargestellt und erinnert somit an die hundeähnlich verlängerte Schnauze der Tiere.

Anubispabviane halten sich überwiegend am Boden auf und bewegen sich auf allen Vieren fort. Die Nacht verbringen sie zum Schutz von Raubtieren auf Bäumen oder schwer zugänglichen Felsen.

Sie sind ausgesprochene Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von pflanzlicher Kost wie Früchten, Samen, Gras, Wurzeln und Blüten. Anubispaviane sind sehr soziale Tiere und leben in gemischten Gruppen von meist 40 bis 80 Individuen. Während männliche Tiere mit dem Eintritt der Geschlechtsreife (5−7 Jahre) die Gruppe verlassen, bleiben die Weibchen ein Leben lang in ihrer Geburtsgruppe.

Die Fortpflanzung kann während des ganzen Jahres erfolgen. In der fruchtbaren Phase tritt bei den Weibchen eine ausgeprägte Regelschwellung auf. Diese hormonell bedingte Schwellung des Genitalbereichs signalisiert den Männchen visuell die Paarungsbereitschaft der Weibchen. Zwischen den Männchen einer Gruppe kommt es häufig zu heftigen Auseinandersetzungen, da nur das ranghöchste Männchen das Recht auf die Paarung mit den empfängnisbereiten Weibchen hat. Der soziale Rang eines Männchens hat somit einen großen Einfluss auf dessen Paarungserfolg. Doch auch schwächere oder ältere Männchen können ihre Chancen durch verschiedene Methoden erhöhen. So werden zuweilen Koalitionen mit anderen Männchen gebildet um das dominierende Männchen zu bezwingen. Eine andere Strategie ist das Schließen von Freundschaften mit Weibchen um die Paarungschancen zu erhöhen. Um die Zuneigung des Weibchens zu gewinnen, teilen die Männchen das Futter, betreiben Fellpflege, kümmern sich um den Nachwuchs des Weibchens und verteidigen es bei Streitigkeiten innerhalb der Gruppe. Nach einer Tragzeit von ca. 180 Tagen wird ein einzelnes, etwa 1000 Gramm schweres Jungtier geboren. Neugeborene Anubispaviane haben ein schwarzes Fell und werden rund 420 Tage gestillt. Mit Eintritt in die Pubertät − im Alter von fünf bis sechs Jahren − tritt ähnlich wie beim Menschen bei den männlichen Pavianen ein Stimmbruch auf, was sich danach in einem tiefer klingenden Alarmruf äußert.

Zur Verständigung untereinander nutzen Anubispaviane vielfältige und komplexe Laute, optische Signale und taktile Kommunikation. Die Tiere begrüßen sich, indem sie sich mit ihren Nasen berühren.

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Die fünfköpfige Paviangruppe im Delitzscher Tiergarten lebt in einem großzügigen Gehege. Dieses wurde unter anderem durch Spendengelder vom Förderverein des Tiergartens finanziert. Die Gruppe wird angeführt von Clanchef „Benny“.

Für 200,- Euro im Jahr können Sie eine Tierpatenschaft für einen Anubispavian übernehmen!

 

 

 

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