Bennett-Känguru (Macropus rufogriseus)

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Diprotodontia
Familie Kängurus (Macropodidae)
Gattung Macropus
Art Bennett-Känguru

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Bennett-Kängurus leben im Osten und Südosten Australiens und auf Tasmanien. Dort bewohnen sie Eukalyptuswälder sowie Gras- und Buschsteppen.

Das dichte Fell ist graubraun, im Nacken und Schulterbereich rötlich, weshalb sie auch als Rotnackenwallabys bezeichnet werden. Die Männchen werden größer und schwerer als die Weibchen. Sie erreichen eine Länge von bis zu 105 cm, der Schwanz ist etwa 75 cm lang. Das Gewicht beträgt 20 − 25 kg.

Bennett-Kängurus sind vor allem in der Dämmerung aktiv und leben einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen. Die Tiere ernähren sich ausschließlich von pflanzlicher Kost. Sie fressen Gräser, Kräuter, Laub und in menschlicher Obhut Gemüse und Heu.

Zur Fortbewegung nutzen Bennett-Kängurus alle „fünf" Gliedmaßen. Die Tiere stützen sich dabei mit den Vorderpfoten und dem Schwanz ab und schwingen die Hinterbeine nach vorn. Bei höheren Geschwindigkeiten hüpfen die Kängurus nur auf den langen und kräftigen Hinterbeinen, wobei der Schwanz zur Balance dient.

Die Tragzeit beträgt ungefähr 30 Tage. Danach kommt in der Regel ein Jungtier zur Welt, welches sich auf einer von der Mutter gelegten Speichelspur in den Beutel bewegt, indem es sich mit seinen Vorderpfoten vorwärts zieht. Die Jungen sind bei der Geburt noch ziemlich unreif und nur ca. 1−3 cm groß. Nachdem das Junge den Beutel erreicht hat, saugt es sich an einer Zitze fest und verlässt den Beutel für mindestens 5 Monate nicht. Erst danach verlässt es hin und wieder den Beutel, bis es mit etwa 8 Monaten keinen Platz mehr darin hat. Aber auch dann trinkt es weiter bei der Mutter, indem es den Kopf in den Beutel steckt. Meist ist dann bereits das nächste Junge geboren und hängt an einer der vier Zitzen, die dann auch Milch mit unterschiedlichem Fettgehalt geben.

Seit dem frühen 20. Jahrhundert wurde immer wieder versucht, Bennett-Kängurus in Europa (z. B. Großbritannien, Österreich, Deutschland) anzusiedeln. Die entstandenen Populationen fielen jedoch dem Nahrungsmangel in besonders harten Wintern oder Wilderern zum Opfer. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich seit 2001 eine kleine Population etabliert, die aus drei Tieren entstanden ist, die bei einem Einbruch in einen Tierpark entkommen waren.

 

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