Korsak oder Steppenfuchs (Vulpes corsac)

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Raubtiere (Carnivora)
Familie Hunde (Canidae)
Gattung Vulpes
Art Steppenfuchs

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Das Verbreitungsgebiet des Korsaks erstreckt sich über ganz Zentralasien von der Wolga im Westen bis zur Mandschurei im Osten. Er bewohnt offene, trockene Steppengebiete mit spärlicher Vegetation. Dicht bewachsenes, unübersichtliches Gelände und Waldgebiete meidet er ebenso wie vom Menschen besiedelte und bewirtschaftete Regionen.

Der Korsak oder Steppenfuchs ähnelt dem einheimischen Rotfuchs, hat allerdings längere Beine und größere Ohren. Der buschige Schwanz wird etwa 30 cm lang und hat im Gegensatz zum Rotfuchs eine schwarze Spitze. Das Fell ist graubraun mit einer helleren Unterseite.

Der dämmerungs- und nachtaktive Jäger hat ein korsak2-kleinäußerst breites Nahrungsspektrum. Abhängig vom lokalen und saisonalen Nahrungsangebot erbeutet er alles, was er überwältigen kann. Dazu gehören Jungtiere von größeren Säugetieren, Nagetiere, Vögel, Reptilien und Insekten. Auch Aas sowie pflanzliche Kost (vor allem Früchte) werden nicht verschmäht. Besonders erfolgreich ist der Korsak bei der Jagd nach Nagetieren, da er wie auch der Rotfuchs den typischen „Mäusesprung“ als Jagdtechnik anwendet. Dabei pirscht er sich so nah wie möglich an das Beutetier heran, springt dann fast senkrecht in die Höhe und landet mit seinen Vorderpfoten auf dem Opfer. So verhindert der Steppenfuchs die übliche Fluchtreaktion vieler Nagetiere, die bei einem plötzlichen Angriff zunächst in die Luft springen und den Angreifer dadurch verwirren.

Steppenfüchse leben einzelgängerisch und finden sich zur Fortpflanzung paarweise in festen Territorien zusammen. Innerhalb dieses Reviers legt das Weibchen (Fähe) einen Erdbau an oder übernimmt die Erdhöhle von einem anderen Tier (Murmeltier, Dachs). Nach einer Tragzeit von etwa 50 Tagen bringt die Fähe dort im März oder April drei bis sieben Junge zur Welt. Die Jungtiere sind bei der Geburt blind und wiegen nur etwa 50 bis 80 Gramm. Nach ca. zwei Wochen öffnen die Jungen ihre Augen und im Alter von vier Wochen verlassen sie erstmals den Bau und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Nach ungefähr zwei Monaten werden sie entwöhnt und folgen dann der Mutter bei ihrer Nahrungssuche. Während der ersten Wochen beteiligt sich auch das Männchen an der Aufzucht. Es bewacht die Umgebung und schafft Nahrung für die Mutter heran. Den Bau betritt es allerdings nicht.

Anders als der Rotfuchs meidet der Korsak die Nähe menschlicher Siedlungen und wird somit durch die zunehmende Ausdehnung der Siedlungsgebiete aus seinem angestammten Lebensraum verdrängt. Vor allem aber hat die starke Bejagung wegen seines begehrten Winterfells zu einer Dezimierung des Bestandes geführt.

 

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