Mähnenspringer oder Mähnenschaf (Ammotragus lervia)

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Odnung Paarhufer (Artiodactyla)
Familie Hornträger (Bovidae)
Gattung Ammotragus
Art Mähnenspringer

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Mähnenspringer oder Mähnenschafe bewohnen die felsigen Wüstengebirge Nordafrikas. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Marokko und die Westsahara bis Ägypten und den Sudan. Aus vielen Gebieten ist der Mähnenspringer jedoch inzwischen verschwunden. Heute findet man ihn nur noch in einigen isolierten Gebirgsmassiven im Herzen der Sahara.

Das Fell ist beigebraun bis rotbraun gefärbt. Namensgebend sind die langen Kehlhaare an der Halsunterseite, die sich bis zur Brust und den Vorderbeinen erstrecken. Bei den Männchen ist diese Kehlbehaarung deutlich stärker ausgeprägt. Außerdem werden die Böcke mit 100 bis 140 kg etwa dreimal so schwer wie die Weibchen.

Mähnenspringer erreichen eine Größe von etwa 75 bis 110 cm (Schulterhöhe). Beide Geschlechter tragen nach hinten gebogene Hörner, die den Böcken als Waffe bei Revier- und Brunftkämpfen dienen.

Die vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiven Tiere sind hervorragende Kletter und leben in kleinen Gruppen, die von einem einzelnen Bock geführt werden.

Sie ernähren sich von Gräsern und Blättern und können wochenlang ohne Wasser auskommen, indem sie nur vom Tau und von den pflanzeneigenen Säften leben.

Nach einer Tragzeit von ca. 160 Tagen kommen in der Regel ein oder zwei Jungtiere zur Welt, selten auch Drillinge. Die Jungtiere sind Nestflüchter und können schon bald nach der Geburt klettern. Die Geschlechtsreife erreichen Mähnenspringer mit rund 18 Monaten.

Neben dem natürlichen Verbreitungsgebiet im nördlichen Afrika hat sich auch eine Population im Süden der USA etabliert. Die Tiere wurden im frühen 20. Jahrhundert in Kalifornien, New Mexico und Texas eingeführt und könnten sich zu einer Konkurrenz der in Nordamerika heimischen Dickhornschafe entwickeln.

Eine weitere eingeführte Population lebt in der spanischen Sierra Espuña (Murcia).

Durch die intensive Bejagung und die Nahrungskonkurrenz mit den Hausschafen und Hausziegen der nomadischen Völker der Sahara sind die Bestandszahlen in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen, weshalb die Art von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources − internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) als „gefährdet“ eingestuft wird.

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