Gehaubter Kapuziner (Cebus apella)

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Primaten (Primates)
Unterordnung Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie Kapuzinerartige (Cebidae)
Gattung Kapuzineraffen (Cebus)
Art Gehaubter Kapuziner

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Gehaubte Kapuziner sind in den Wäldern des nördlichen Südamerika beheimatet. Die tagaktiven Primaten bewohnen sowohl subtropische und tropische Regenwälder als auch Galeriewälder.

Das Fell ist hellbraun bis ockerfarben, wobei die Unterseite und der Schulterbereich meist ein wenig heller gefärbt ist. Die Hände, Füße und der Schwanz sind dunkelbraun bis schwarz. Ihren Namen verdanken die Tiere einem Haarschopf auf dem Kopf, der einer Haube oder Kappe ähnelt. Auch über den Ohren finden sich häufig schwarze Fellbüschel, die diesen Eindruck unterstreichen. Die Gesichtszeichnung ist bei den einzelnen Individuen unterschiedlich, jedes Tier hat jedoch schwarze Wangenstreifen, die sich von der Kopfhaube aus erstrecken. Die Tiere erreichen eine Länge von bis zu 50 cm, der greiffähige Schwanz wird etwa genauso lang. Die Männchen werden deutlich größer und mit bis zu 3 kg auch schwerer als die Weibchen.

Gehaubte Kapuziner sind sehr intelligente und neugierige Affen. Sie leben in sozialen Gruppen von 8 bis 15 Tieren, die von einem dominanten Männchen angeführt werden. Dieses Männchen verteidigt die Gruppe bei Streitigkeiten mit anderen Kapuzinern und lockt Feinde (v.a. Greifvögel) von der Gruppe weg. Dafür darf es stets als erstes fressen und beansprucht sogar Nahrungsreserven für sich allein.

kapuziner1-kleinInnerhalb der Gruppe herrscht eine strenge Rangordnung, die vor allem bei der Nahrungsaufnahme und der Fellpflege eingehalten wird. Die rangniedrigeren Tiere müssen den Ranghöheren den Vortritt beim Fressen lassen und ihnen öfter das Fell pflegen.

Bei der Nahrungssuche gehen die Tiere sehr brachial vor und brechen ganze Zweige und Äste ab. Kapuziner ernähren sich zum Großteil von pflanzlicher Kost. Mit ihren kräftigen Unterkiefern mit starken Kiefermuskeln können sie auch große Früchte mit harter Schale verzehren. Sie fressen aber auch Eier, Insekten, kleinere Vögel und Reptilien, wenn sie sie erbeuten können.

Die Weibchen erreichen die Geschlechtsreife  mit ungefähr vier Jahren − die Männchen erst mit etwa sieben Jahren. Junge Männchen verlassen zu diesem Zeitpunkt die Geburtsgruppe, während die Weibchen zeitlebens darin verbleiben. Die Paarung kann während des ganzen Jahres erfolgen. Nach einer Tragzeit von 150 bis 160 Tagen kommt meist ein Jungtier zur Welt. Dieses klammert sich am Bauchfell der Mutter fest und wird von ihr in den darauffolgenden Wochen herumgetragen. Nach etwa einem Jahr wird das Junge entwöhnt. Die Aufzucht der Jungen obliegt allein den Weibchen.

Kapuzineraffen werden des öfteren als Heimtiere gehalten und sogar als Haushaltshelfer für körperlich behinderte Menschen ausgebildet.


Für 200,- Euro im Jahr können Sie eine Tierpatenschaft für einen Gehaubten Kapuziner übernehmen!


 

 

 

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19.07.2011 - Kapuzineräffchen geboren

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