Blauer Pfau (Pavo cristatus)

Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Hühnervögel (Galliformes)
Familie Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung Asiatische Pfauen (Pavo)
Art Blauer Pfau

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Der Hahn des Blauen Pfaus ist mit seinem prachtvollen Gefieder wohl einer der schönsten und bekanntesten Vögel der Welt. Aufgrund ihres auffälligen Aussehens sind die Tiere eine der ältesten Ziervogelarten, die vom Menschen gehalten wird. Bereits vor mehr als 4000 Jahren kamen die ersten Blauen Pfaue nach Europa, wo sie in Parkanlagen gehalten wurden. In Indien, der ursprünglichen Heimat des Blauen Pfaus, gilt er als heiliges Tier und ist der Nationalvogel des Landes.

Das Gefieder des Hahns ist an Bauch, Brust und Hals leuchtend blau gefärbt. Das bis zu 150 cm lange Schwanzgefieder können die Tiere zu einem imposanten, fächerförmigen Rad aufstellen. Dieses imposante Pfauenrad zeigen die Hähne bei der Balz und um Feinde abzuschrecken, da diese die plastisch leuchtende Federzeichnung als große Augen interpretieren. Das Gefieder der Hennen ist deutlich unscheinbarer. Es ist überwiegend grau-grün gefärbt und bietet somit eine gute Tarnung für die bodenbrütenden Pfauenweibchen. Beide Geschlechter tragen auf dem Kopf eine Federkrone.

In seiner Heimat ist der Blaue Pfau nicht nur wegen seines beeindruckenden Aussehens ein beliebtes Tier, sondern auch weil er junge Kobras vertilgt. Er ernährt sich neben kleinen Reptilien und Insekten aber auch von Früchten, Beeren und Samen. Der durchdringende, weithin hörbare Schrei des Pfaus warnt seine Artgenossen und andere Tiere in seiner Umgebung vor Gefahren. Seinen charakteristischen Ruf lässt er auch häufig vor Unwettern hören. Wohl auch deshalb deutet man seinen Schrei in Indien mit „minh-ao“, was soviel heißt wie „Regen kommt“.

Pfauen leben in Familienverbänden aus einem Hahn und mehreren Hennen und sind am Tag und in der Dämmerung aktiv. Zum Schlafen ziehen sie sich auf Bäume zurück, um vor Raubtieren geschützt zu sein. Trotz ihrer langen Schwanzschleppe sind auch die Hähne in der Lage zu fliegen. Allerdings kommen sie dabei nicht sehr weit oder hoch.

Zur Fortpflanzungszeit im Sommer besetzt der Hahn ein Territorium und verteidigt es gegen andere Hähne. Bei der Balz schlägt er sein Rad und nähert sich rückwärts der Henne. Dabei lässt er seinen Federfächer mehrmals erzittern und erzeugt damit ein lautes Rasseln. Nach der Paarung baut die Henne ihr Nest in dichtem Unterholz. Sie legt 4 bis 8 Eier und bebrütet sie ungefähr 30 Tage. Die Küken haben ein hellbraunes Daunenkleid und halten sich größtenteils unter dem Schwanz der Mutter auf. Nach etwa einem Monat wächst die Federkrone auf dem Kopf. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife im Alter von 2 bis 3 Jahren bekommen die jungen Hähne dann ihr farbenfrohes Gefieder.


Im Tiergarten Delitzsch werden die Blauen Pfaue − wie auch in vielen anderen zoologischen Einrichtungen − wegen ihrer Standorttreue als „Freigänger“ gehalten.

Für 50,- Euro im Jahr können Sie eine Tierpatenschaft für einen Blauen Pfau übernehmen!


 

 

 

 

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