Gelbbrustara (Ara ararauna)

Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Papageien (Psittaciformes)
Familie Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Gattung Eigentliche Aras (Ara)
Art Gelbbrustara

gelbbrustara-klein

 

 

 

 

 

Gelbbrustaras sind in den tropischen und subtropischen Wäldern Südamerikas beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Paraguay über Brasilien, Bolivien, Peru und Kolumbien bis Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana. Die Vögel besiedeln dabei vorwiegend Gebiete entlang von Flussläufen und Sümpfen. Wie bei allen Ara-Arten sind auch die Bestandszahlen des Gelbbrustaras rückläufig. Durch das Abholzen der Wälder in ihrem Lebensraum gehen den Vögeln geeignete Brutplätze und Nahrungsquellen verloren. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Bestandszahlen ist der Fang und Handel der wildlebenden Papageien.

Das Gefieder des Gelbbrustaras ist bei beiden Geschlechtern an der Oberseite blau und an Brust, Bauch und Schwanzunterseite goldgelb gefärbt. Die weißen Wangen haben einige kleine schwarze Federn und sind ansonsten unbefiedert. Der kräftige, gebogene Schnabel ist schwarz, die Füße dunkelgrau. Die Vögel erreichen ein Gewicht von bis zu 1250 Gramm und werden etwa 80 bis 90 cm lang, wobei mehr als die Hälfte davon auf den Schwanz entfällt.

Gelbbrustaras leben paarweise in Einehe. Zur Nahrungssuche, an ihren Schlafplätzen und den regelmäßig besuchten Lehmbänken versammeln sich gelegentlich aber mehrere hundert Tiere. Doch auch dann besteht zwischen dem Paar ein deutlich sichtbarer Zusammenhalt. Auf dem Weg zu ihren Schlaf- und Futterplätzen fliegen die beiden Aras dicht nebeneinander und signalisieren durch stetige Rufe ihre Zusammengehörigkeit.

Gelbbrustaras ernähren sich vegetarisch von Früchten, Nüssen und Beeren. Besonders gern fressen sie die Palmfrüchte, die sie auch unreif verzehren. Die Aras sind sogar in der Lage, Früchte mit giftigen Bestandteilen zu verarbeiten. Zur Neutralisierung dieser Pflanzengifte und zur Mineralstoffversorgung besuchen die Gelbbrustaras beinahe täglich Lehmbänke an Steilhängen und Flussufern und nehmen dort die lehmhaltige Erde auf.

Gelbbrustaras erreichen die Geschlechtsreife im Alter von ungefähr sechs Jahren. Zur Brutzeit besetzt das Arapaar eine Baumhöhle in einer Höhe von bis zu 30 Metern. Im Abstand von etwa zwei Tagen legt das Weibchen zwei bis vier Eier. Von den geschlüpften Jungvögeln wird in der Regel jedoch nur das kräftigste Jungtier aufgezogen. Während das Weibchen das Gelege bebrütet und bewacht, kümmert sich das Aramännchen um die Nahrungsversorgung. Im Alter von ca. 90 Tagen verlassen die Jungvögel erstmals die Bruthöhle und werden anschließend noch etwa sechs Wochen gefüttert.

Die farbenprächtigen Aras wurden bereits im Römischen Reich und im antiken Griechenland als Statussymbol gehalten. Als Haustier sind Aras jedoch denkbar ungeeignet und werden nur selten artgerecht gehalten. Der Platzbedarf, die Lautstärke der Vögel und die anspruchsvolle Versorgung der Papageien werden von vielen Tierhaltern unterschätzt.


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