Zebrafink (Taeniopygia guttata)

Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie Prachtfinken (Estrildidae)
Gattung Zebrafinken (Taeniopygia)
Art Zebrafink

zebrafink1-klein

 

 

 

 

 

Zebrafinken bewohnen in zwei Unterarten das australische Festland sowie die Kleinen Sundainseln. Sie besiedeln trockene Grassteppen mit wenig hoher Vegetation, meist in der Nähe von Wasserstellen. Die kleinen Prachtfinken werden vielfach als Ziervögel gehalten. Durch die gezielte Zucht wurde das Erscheinungsbild der domestizierten Vögel zum Teil stark verändert. Mittlerweile gibt es mehr als 50 anerkannte Farbschläge. Zudem kommt es bereits seit über 50 Jahren zu keinem genetischen Austausch zwischen Wildvögeln und domestizierten Exemplaren, da in Australien seit 1960 der Export einheimischer Vögel verboten ist.

Wild lebende Zebrafinken erreichen eine Länge von ca. 10 cm und ein Gewicht von ca. 10 Gramm. Das Gefieder der Männchen weist an der Kehle die namensgebende Zebrazeichnung auf. Zudem haben die männlichen Zebrafinken ein schmales schwarzes Brustband, einen rotbraunen Wangenfleck und rotbraune Flanken mit weißen Punkten. Die Weibchen sind am Bauch beige oder weiß und auf dem Rücken dunkelgrau gefärbt. Der kurze Schnabel und die Füße haben bei beiden Geschlechtern eine zebrafink-quadrat2-kleinrötliche Farbe.

Zebrafinken sind sehr gesellige Vögel, die in großen Schwärmen leben. Soweit möglich, suchen die Tiere mehrmals am Tag eine Wasserstelle zum Baden und Trinken auf. Bei großer Trockenheit sind Zebrafinken jedoch auch in der Lage, mehrere Wochen ohne Wasser auszukommen. Bei andauerndem Wassermangel verdickt sich ihr Blut und die Nierenfunktion wird drastisch reduziert. Als Nahrung dienen vor allem Sämereien, die tagsüber auf dem Boden gesucht werden, und Insekten, die die Vögel auch im Flug erbeuten.

Die Paarungs- und Brutbereitschaft ist nicht an bestimmte Zeiten gebunden, sondern erfolgt immer dann, wenn günstige Bedingungen herrschen. Zebrafinken werden mit etwa sechs Monaten geschlechtsreif. Sie finden sich zu Paaren zusammen, die ihr gesamtes Leben in monogamer Einehe verbringen. Das Weibchen legt in das vom Männchen gebaute Nest vier bis sechs Eier, die 14 bis 16 Tage von beiden Partnern bebrütet werden. Die Küken schlüpfen in einem Zeitraum von zwei bis drei Tagen und werden ungefähr vier Wochen von beiden Eltern gefüttert. Nach 90 bis 100 Tagen sind die Jungvögel voll ausgefärbt.

Bei der Haltung von Zebrafinken als Heimtiere sollte unbedingt darauf geachtet werden, die geselligen Vögel nicht allein zu halten. Zu dritt gehaltene Zebrafinken zeigen sich untereinander oft sehr unverträglich. Je mehr Tiere in der Gruppe zusammenleben, desto besser vertragen sich die Vögel.


Im Delitzscher Tiergarten bewohnen die Zebrafinken gemeinsam mit unseren Wellensittichen eine begehbare, 66 m² große Voliere.

 

Für 15,- Euro im Jahr können Sie eine Tierpatenschaft über einen Zebrafink übernehmen!

 

 

 

 

 


Artikel aus der Rubrik "Aktuelles"

23.08.2010 - Begehbare Voliere eröffnet


 


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